Feline Leukämievirus (FeLV)

Auch bekannt als Katzenleukämie, ist eine Erkrankung an der das Feline Leukämievirus teilweise beteiligt ist. FeLV zeigt sich auf viele unterschiedliche Arten (mehr dazu weiter unten) und ist durch Blut und Speichel übertragbar.


Wie zeigt sich FeLV?

Die Katzenleukämie wird in zwei Formen unterteilt, die neoplastische (Neubildung bzgl. Tumoren) und nicht-neoplastische Form.


Neoplastische Formen

Symptome

- Bildung von Lymphsarkomen (ca. 20% der Fälle)

- Teilnahmslosigkeit

- Appetitlosigkeit

- Gewichtsverlust

weitere Symptome, je nachdem welches Organsystem betroffen ist:

  • Alimentäre Form
    - Erbrechen
    - Durchfall
    - Tumorbildung in Dünn-, Blind und Grimmdarm
  • Multizentrische Form
    - Lymphtumore in Nieren, Milz und Leber
    - Vergrößerung oben genannter Organe
    -> tritt am häufigsten bei jungen Katzen auf
  • Thymusform
    - Schluckstörungen
    - Atemnot
    - Verdichtung der Speise- und Luftröhre
  • Lymphiod-leukämische Form
    - entartetes Lymphozyten
    - Schwäche
    - Anorexie
    - Gelbsucht
    - Fieber
    - Blutarmut
    - blasse Schleimhäute
    - Lymphknotenerkrankung
    - Milz- und Lebervergrößerung

Myeloische Leukämie:
- Knochenmarkschädigung
- Erkrankugnen von Lymphknoten, Leber und Milz
- Myeloische Leukämie
- Erythroleukämie
- lymphoblastische Leukämie
- ständig wiederkehrendes Fieber
- Anämie
- Gewichtsverlust


Nicht-neoplastische Formen

  • Immunsuppression
    - Immunsystemunterdrückung
    - erhöhte Anfälligkeit gegen Krankheitserreger
    - anhaltendes Fieber
    - körperlicher Abbau
    - schmerzhafte Krallen
    - Erkrankung des zahnhalteapparates
    - Entzündung von Nase und Nasennebenhöhlen
  • Veränderung der Blutzellen
    - Anämie
    - Mangel an weißen Blutkörperchen
    - Mangel von Lymphozyten
    - Mangel von Thrombozyten
    - Abnahme der Zellzahl in allen drei Zellreihen
  • Fortpflanzungsstörungen
    - Absterben der Feten mit Resorbtion selbiger
    - Fehlgeburt in der Spätträchtigkeit
    - Unfruchtbarkeit
    - Abortrate bei etwa 75% der infizierten Tiere
    - bei erreichen der Geburt sind die Feten schwach und kränklich
  • Glomerulonephritis
    - Nierenentzündung
    - führt zu Nierenversagen mit häufiger Todesursache


Diagnose

Vorerst müssen andere Erkrankungen der Katze (FIV, FIP, Feline Infektiöse Anämie usw.) ausgeschlossen werden. Es gibt einen Test für Blutabstriche und ein antikörper-basierendes Nachweisverfahren um das Haupthüllprotein des Virus nachzuweisen. Ein positiver Test zeigt das an, dass das Virus vorhanden ist. Ca. 80 % der positiven Katzen sterben binnen 3 Jahren.


Behandlung

Eine Therapie erkrankter Katzen ist nicht möglich, es können lediglich die Symptome gemildert werden. Bei neoplastischen Formen wird auch eine Chemotherapie und Bestrahlung als lebensverlängernd empfohlen (ob dieses Leben aber dann lebenswert ist, sei dahingestellt). Bei Entwicklung bösartiger Tumore wird oft zur Euthanasie geraten.


Warum Impfen?

Impfstoffe sind vorhanden, helfen jedoch keinesfalls gegen eine bereits vorhandene Erkrankung bzw. können diese sogar verschlimmern. Daher ist angeraten einen FeLV-Test vor der Impfung zu machen. Offiziell wird diese Impfung nur für Freigänger empfohlen.

Wohnungskatzen ohne Kontakt zu anderen Tieren sind nicht gefährdet.

Die Impfstoffe sind bekannt dafür die sogenannten Impfsarkome hervorzurufen.

Infizierte (positive) Katzen müssen isoliert werden.
Wie bei den meisten Impfstoffen, werden nicht alle Stämme abgedeckt, so das immer ein Restrisiko bleibt - dem gegenüber stehen die Risiken durch Sarkome, Vergiftung und weitere allgemein bekannte Nebenwirkungen durch Impfungen.