Felines Immundefizienz-Virus (FIV)

Umgangssprachlich auch bekannt unter dem namen Katzen-AIDS, ist eine Immunschwächeerkrankung die der AIDS-Erkrankung des Menschen ähnelt. Das Feline Immundefizienz-Virus wurde 4 Jahre nach dem HIV entdeckt. Die Erkrankung ist bis heute nicht wirkungsvoll behandelbar und verläuft in vielen Fällen über längere Zeit ohne Symptome. Über längere Sicht wird jedoch das Immunsystem geschwächt und begünstigt somit weitere Erkrankungen, die dann zum Tod führen. Katzen können somit über Jahre unbemerkt das FIV mit sich tragen.


Zum aktuellen Zeitpunkt wurden neun verschiedene Stämme des FIV aus elf verschiedenen Katzenarten entdeckt.


Übertragung und Symptomatik

Laut offiziellem Statement wird FIV vorrangig durch Bisse von einem infizierten Tier übertragen. Besonders gefährdet sollen unkastrierte und streunende Kater sein.


Symptome (FIV wird in mehrere Stadien unterteilt)

etwa 4 Wochen nach Infektion:

- Fieber

- Mattigkeit

- Durchfall


anschließende Trägerphase:

- Katze ist ansteckend, hat aber keine sichtbaren Symptome

- Phase kann über mehrere Jahre anhalten


im späteren Verlauf:

- Entzündungen im Maulbereich

- Fieber

- Appetitverlust

- Lymphknotenveränderungen

- Gewichtsverlust


Endphase:

- Tumorbildungen

- begleitende Infektionen (z.B. Lungenentzündung)

- neurologische Störungen

- verschlechtertes Blutbild

- Tod tritt ab hier meist binnen eines Jahres ein


FIV-Impfstoff

Ja es gibt ihn, er ist in den USA zugelassen - jedoch sehr umstritten. Vorbeugen kann man damit, dass man Freigänger kastrieren lässt. Dies hat den Hintergrund, dass unkastrierte Kater meist ein viel größeres Revier haben und auch bis aufs Blut verteidigen, diese Angriffslust sinkt meist mit der Kastration - ist aber bei weitem keine Garantie. Auch ein kastriertes Tier kann sich mal prügeln und dadurch verletzt werden.


Hier zu Lande gibt es keinen FIV-Impfstoff, einige TA-Praxen raten auch davon ab mehr als die bereits vorhandenen Impfstoffe zu injizieren (meiner bescheidenen Meinung nach dürfen sie gern von allen abraten), da die bereits vorhandenen Impfstoffe das Immunsystem genug beschäftigen bzw. schwächen.

Man sollte tunlichst Dinge vermeiden, die das Immunsystem schwächen - dazu gehören auch chemische Medikationen die vermeidbar wären (Wurmkuren z.B. oder eben auch Impfstoffe). Auch eine gesunde Ernährung unterstützt das Immunsystem bei seiner Aufgabe. Eine sichere Methode wäre es ebenfalls, das Tier gar nicht erst an den Freigang zu gewöhnen. Aber stop, nicht gleich loswettern. Wer möchte kann natürlich seiner Katze Freigang gewähren (ich bitte aus tiefstem Herzen darum, dass diese kastriert werden vorher - nicht nur aufgrund von FIV). Ich selbst bin kein Freund von Freigang weil ich einfach zu oft tote Katzen am Straßenrand liegen sehe und bei mir wird keine Katze je Freigang (ungesichert wohlgemerkt) bekommen.


Was tun wenn FIV diagnostiziert wurde?

Es gibt keine Heilungsmöglichkeit gegen die Grunderkrankung FIV, hat die Katze es einmal - wird sie es nicht mehr los. Jedoch kann man unterstützen. Eine positiv getestete Katze sollte im Immunsystem gestärkt werden. Bereits vorliegende Zweiterkrankungen (und sei es nur ein Schnupfen) sollten behandelt werden (im besten Falle homöopathisch, da chemische Medikation den Körper stresst) und wenn es bisher nicht geschehen ist sollte man die Ernährung umstellen auf ein gesundes und ausgewogenes Futter. Es gibt auch pflanzliche Mittel, die das Immunsystem unterstützen - fragen sie ihren TA oder THP danach. Ein regelmäßiger (jährlich) Check-Up des Blutbildes ist sicherlich nicht verkehrt aber auch nicht Pflicht. Das Alter einer infizierten Katze liegt bei ca. 2-7 Jahren.