Katzen sind besonders


Bereits unter der Thematik der Gesundheit habe ich auf den Enzymmangel der Katze hingewiesen und im späteren Verlauf auch einen extra Artikel zum Thema geschrieben. Der Enzymmangel ist jedoch nicht das einzige, worauf man bei Katzen besonders achten sollte.

Immer häufiger liest man davon: Impfsarkome bei Katzen


Natürlich können Impfsarkome auch bei allen anderen Tieren und auch beim Menschen auftreten, unsere Katzen scheinen diesem Schicksal aber in sehr gehäufter Form zu erliegen, weshalb ich hier nun auch explizit darauf hinweisen möchte.


Das Feline Fibrosarkom

Ein Fibrosarkom ist eine bösartige Geschwulst die aus Bindegewebszellen entsteht. Hierbei steht ein Zusammenhang zwischen Injektionen (bzw. auch Injektionsstelle) und der Bildung des Fibrosarkoms. Häufig beobachtet wurde die Entwicklung eines Fibrosarkoms nach Injektion mit einem FeLV-Impfstoff, weshalb man auch umgangssprachlich "Impfsarkom" dazu sagt.
Die Injektionsstelle ist nicht zwingend der Ort andem sich später ein Fibrosarkom entwickelt, möglich sind auch andere Stellen weitab der Injektionsstelle, ein Zusammenhang kann dennoch nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund der Bösartigkeit des Sarkoms führt es unbehandelt früher oder später zum Tod des Tieres.

 

Metastasen wurden selten beobachtet, viel eher kommt es zu einem lokalen Wachstum in das umliegende Gewebe hinein. Oft ist der Tumor umkapselt (Pseudokapsel) und erweckt so den Anschein einer guten Abgrenzung zum angrenzden Gewebe.

Einzig mögliche Therapie ist die chirurgische Entfernung des Fibrosarkoms. Entfernt man hierbei jedoch alleinig die Pseudokapsel, so wächst der Tumor in ca 70% der Fälle erneut nach. So ist es effektiver, das Fibrosarkom inklusive einer Umrandung von 3cm gesundem Gewebe zu entfernen. Dies minimiert das Risiko, dass dieser nachwächst. Im Extremfall bedeutet dies auch Teile der Brustwand oder gar Rippen zu entfernen. Dieser chriurgische EIngriff ist sehr anspruchsvoll und sollte daher nur von erfahrenen Tierärzten durchgeführt werden.

 

Bei Auftreten des Fibrosarkoms an den Extremitäten (Schwanz, Vorder- oder Hinterläufe) wird meist eine Amputation empfohlen.

Bildquelle

 

Der Zusammenhang zur Impfung

Der direkte Zusammenhang zur Impfung ist bis heute nicht wissenschaftlich bestätigt, auch die Ursache (mal ausgenommen von Impfungen) konnte bisher nicht gänzlich geklärt werden.


Fakt ist, dass Katzen ein viel höheres Risiko haben ein Fibrosarkom zu bekommen als andere Tiere; sie reagieren viel empfindlicher auf Injektionen (und zwar alle einschließlich Impfungen)!


Es gibt Thesen die besagen, dass kleinste Verletzungen der Haut und Unterhaut die Tumorbildung begünstigen und keine Injektion. Geschlussfolgert wird dies daraus, dass sich Fibrosarkome auch am Unterbauch oder zwischen den Zehen bilden können - Stellen die nicht zur Injektion genutzt werden. Diese These ist jedoch nicht bewiesen und sehr gewagt.


An anderer Stelle wird gemeint, dass Viren Schuld an der Entstehung des Tumors sind, das "Feline Sarkomvirus", jedoch wurde bei diesen Katzen immer auch eine Injektion mit dem Feline Leukämievirus nachgewiesen (FeLV), man vermutet hier eine Mutation des injezierten Virus.


Das Gesamtbild ist erschreckend angsteinflößend

Bedenkt man die bereits bekannte Mutationsfreudigkeit von Caliciviren und nun auch die von FeLV-Viren und kombiniert diese mit dem Enzymmangel und den allgemeinen Nebenwirkungen von Impfung so ist es in meinen Augen grob fahrlässig eine Katze überhaupt zu impfen! Mir ist bewusst, dass viele Menschen nur das beste für ihre Tiere wollen und es somit schützen wollen aber die Gefahren die gerade für unsere Katzen durch Impfungen entstehen sprengen in meinen Augen einfach jede "Kosten/Nutzen-Rechnung".

 

Unsere Katzen sind eigensinnig aber auch sehr sensibel. Nicht nur im Wesen beeindrucken sie viele Menschen auch ihr Körper hat besondere Ansprüche und Bedürfnisse. Ich erlebe noch heute wie groß das Geschrei ist (und das in meinen Augen zurecht) wenn jemand seine Katze mit Trockenfutter ernährt (ggf. schreibe ich dazu später gern noch einen Artikel). Aber im Gegenzug wird bedenkenlos in Kauf genommen, dass Injektionen sehr bekannt dafür sind bei Katzen zu bösartigen Tumoren zu führen; Vergiftungen anhand von Gewürzen (z.B. Schwarzkümmelöl) oder auch durch chemische Medikation.

Warum wird Katzenhaltern ein verantwortungsloser Umgang unterstellt die:
- auf Injektionen verzichten (inkl. Impfungen)

- chemische Wurmkuren meiden

- darauf achten keine ätherischen Öle oder Gewürze an oder in das Tier zu bringen

 

Da stellt sich mir doch die Frage wer denn besser informiert ist? Denn könnte man nicht ebenso meinen, das die Menschen die obiges bedenkenlos mit ihren Katzen anstellen verantwortungslos handeln - nur weil sie der Angstmache der Pharmaindustrie nachgeben?


Was tun wenn es zu spät ist?

Hat man bereits die Diagnose des Firbosarkoms in Händen so sitzt der Schock meist tief. Wie man nun weiter verfahren sollte, bleibt jedem selbst überlassen. Wie auch beim Menschen ist es in den meisten Fällen so, dass eine OP inkl. Bestrahlung keine dauerhafte Heilung verspricht. Es bedeutet Stress für Körper und Seele des Tieres, es würde die letzten Tage/Wochen/Monate wahrscheinlich unglaublichen Schmerzen ausgesetzt und einem Allgemeinbefinden das kaum mehr eines ist. Ob sie diesen radikalen Weg gehen wollen oder nicht bleibt jedem selbst überlassen.

Private Ansicht des Autors: Ich bin bei meinen Tieren der gleichen Ansicht wie ich es bei mir selbst wäre, wenn ich der Patient wäre. ich würde mich keienr Chemotherapie und keiner Bestrahlung unterziehen und eine OP halte ich für sehr radikal - ob diese als einzige in Frage kommen würde müsste man situationsbedingt abwägen. Ich würde auf dem alternativen Weg nach einer Lösung suchen, ob diese nun auf Dauer ist oder nur um einem selbst die weitere Zeit zu erleichtern kann einem eh niemand garantieren.
Man könnte sich genauso gut allen Mitteln der heutigen Zeit unterziehen und dennoch daran sterben, die letzten Wochen/Monate die man dann hatte lag man in einem Krankenhausbett oder war nur noch ein vegitierendes Häufchen Elend. Das wünsche ich weder mir, noch meinen Tieren. Solange mein Tier also schmerzfrei und sorgenfrei leben kann darf es das auch - und irgendwann, wenn man merkt die Zeit ist gekommen, begleitet man sein geliebtes Haustier in den ewigen Schlaf.



Fragebogen

Die PEI bittet um MIthilfe.

Wenn Sie den Verdacht hegen, dass ihre Katze ein Fibrosarkom aufgrund einer Injektion (vor allem Impfung) hat füllen Sie bitte unten angefügten Fragebogen aus. Vorzugsweise sollte eine Kopie des histologischen Befundes von ihrem Tierarzt beigefügt werden. Diese senden sie bitte an eine der beiden Adressen:


Im Fall von Impfstoffen und anderen immunologischen Arzneimitteln an das

Paul-Ehrlich-Institut (PEI):


Referat Sicherheit veterinärmedizinischer Arzneimittel, Tierschutz
Paul-Ehrlich-Str. 51-59
63225 Langen
Fax: +49 6103 77 1275
E-Mail: vetmittelsicherheit@pei.de


Im Fall von pharmazeutischen Arzneimitteln an das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL):


Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)
Referat 304
Mauerstraße 39-42
10117 Berlin
Fax: +49 1888 444 891 40
E-Mail: uaw@bvl.bund.de


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Fragebogen zum Fibrosarkom bei Katzen
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