Enzymmangel der Katze


Was sind Glucuronosyltransferase?

UDP-Glucuronosyltransferase, kurz auch UDP-GT, sind Enzyme. Sie übertragen Glucuronsäure von UDP-Glucuronat auf ein kleines, hydrophobes Molekül.


Was ist ihre Aufgabe?

Sie sind wichtig beim Abbau von Schadstoffen im Körper; das sind vor allem Stoffe die so nicht im Organismus natürlich gebildet werden u.a. Alkohole, Umgebungsgifte uvm.


Was bewirkt der Mangel dieser Enzyme?

Ein Mangel der UDP-GT bewirkt, das bereits geringste Mengen von Schadstoffen (damit sind u.a. auch Antibiotika, Schmerzmittel oder auch chemische Wurmkuren gemeint) nicht oder nur in sehr geringem Maße vom Körper abgebaut werden können. Dies führt dazu, dass sich die Schadstoffe in der Leber sammeln und es kommt zur Vergiftung - was oftmals den Tod des Tieres nach sich zieht.

Schadstoffe werden aber nicht nur von Menschenhand (durch Medikamente o.ä.) gemacht, sie kommen auch in der Natur vor. So können Katzen nicht die Scharfstoffe in Pflanzen (z.B. Ingwer) abbauen, auch der Terpene-Gehalt in Gewürzen und ätherischen Ölen sind eine Gefahr.

 

Moment: Was sind Terpene?

Um nicht zu sehr ins Fachchniesisch abzuschweifen versuche ich es kurz zu fassen. Terpene sind eine stark heterogene und sehr große Gruppe von chemischen Verbindungen, die sich biosynthetisch von Isopren- beziehungsweise Isopentenyleinheiten ableiten lassen. Es sind über 8.000 Terpene und über 30.000 der nahe verwandten Terpenoide bekannt. Die meisten Terpene sind Naturstoffe, hauptsächlich pflanzlicher und seltener tierischer Herkunft. In der Natur kommen überwiegend Kohlenwasserstoff-, Alkohol-, Glycosid-, Ether-, Aldehyd-, Keton-, Carbonsäure- und Ester-Terpene vor, aber auch Vertreter weiterer Stoffgruppen sind unter den Terpenen zu finden. Die Terpene sind Hauptbestandteil der in Pflanzen produzierten ätherischen Öle. 

Weitere Informationen zu Terpenen könnt ihr in folgenden Büchern finden:
ISBN 3519035480: Eberhard Breitmaier: Terpene. Teubner Verlag, Januar 1999
ISBN 3609691409: Lutz Roth: Terpene, Terpentinöl. Ecomed Verlag, Landsberg, Juni 2001

Natürlich heißt nicht ohne Risiko!

Ich persönlich bin ein unumstrittener Freund der Natur und der Stoffe und MIttel die darin wachsen und gedeihen. Vieles von dem Wissen was man vor einigen Jahrzehnten noch wusste ging mit der Entwicklung der Wissenschaft immer mehr verloren. In der heutigen Zeit wird es jedoch immer bekannter, das die Natur sich sehr gut selbst heilen kann und das darin viel wächst was Krankheiten heilen kann.


Man sollte jedoch nicht bedenkenlos an die Sache herangehen, denn genauso gibt es nun einmal Gifte in der Natur. Genauso kann eine Pflanze für ein Lebewesen Heilung bedeuten, für ein anderes jedoch den Tod. Niemand sollte der Meinung sein die Natur wäre ohne Risiko. Weiß man nicht um den Enzymmangel der katze und gibt ihr Dinge die z.B. den eigenen Hund geheilt haben, so kann dies den Tod der Katze bedeuten. Nur mit diesem Hintergrundwissen ist es möglich gefahrenfreie Mittel zu finden, die ebenfalls natürlich sind und ihrer katze helfen können.

Man sollte niemals bedenkenlos etwas an einen Katzenhalter weiterempfehlen, wenn man sich nicht ganz sicher ist das dieses auch gefahrenlos für die katze ist.