Hepatitis

Medizinisch auch Hepatitis contagiosa canis genannt, abgekürzt Hcc; ist eine virusbedingte Infektionskrankheit die die "ansteckende Leberentzündung beim Hund" verursacht. Ausgelöst wird diese vom Canine Adenovirus-1 (CAV-1). Dieser darf jedoch nicht mit dem CAV-2 verwechselt werden - der einer der Ursachen für Zwingerhusten ist.

 

Übertragen wird CAV-1 über Speichel, Kot, Nasensekrete und Harn, auch eine Übertrgung von Mutter auf die Feten (über die Plazenta) soll beobachtet wurden sein. Der Erreger kann bei Zimmertemperatur mehrere Wochen, bei 4°C sogar bis zu 9 Monaten infektiös. Die Inkubationszeit beträgt 2-5 Tage. Der verlauf der Erkrankung ist sehr unterschiedlich und wird in vier Arten unterteilt.


Symptome

  • Perakuter Verlauf
    Tiere sterben innerhalb weniger Stunden. Einziges Symptom sind feine Blutungen infolge einer Gerinnungsstörung.

  • Akuter Verlauf
    Fieber
    Apathie
    Erbrechen
    Fressunlust
    geschwollene Mandeln, Lymphknoten, Milz und Leber
    Ödeme und Blutungen aufgrund einer Gefäßentzündung
    Einblutungen in das Zentralnervensyste; neurologische Symptome
    Nierenschäden aufgrund von Ablagerungen von Immunkomplexen
    Eintrübung der Augenhornhaut (blue-eye-Syndrom)

  • Subakuter Verlauf
    beginnt wie der akute Verlauf
    Symptome weniger stark ausgeprägt
    Fieber
    Durchfall
    Erbrechen
    Entzündung der mittleren Augenhaut (Uveitis)
    nach 1-3 Wochen bläuliche Trübung der Hornhaut infolge eines Ödems und Ablagerungen von Immunkomplexen (blue-eye-Syndrom)

  • Chronischer Verlauf
    nur geringe Symptome; wird daher nur selten erkannt
    Organismus ist nicht in der Lage das Virus zubekämpfen
    Spätfolgen sind Leberfibrose und Leberzirrhose


Diagnose

Betroffene Tiere haben öfters einen Mangel an Blutplättchen und eine erhöhte Aktivität von Leberenzymen. Auch eine verlängerte Blutgerinnungszeit und das Ausscheiden von Proteinen und Bilirubinen über den Harn tritt auf. Eine endgültige Diagnose wird mittels Isolierung des Virusmaterials in den Sekreten, im Blut oder dem urin nachgewiesen; auch eine Leberbiopsie ist möglich.


Therapie

Eine Ursachenbehandlung ist nicht möglich, vielmehr wird ein Behandlungsversuch mit Immunglobulinen und Interferon unternommen - die Wirkung ist nicht nachgewiesen. Unterstützende Maßnahmen zur Linderung der Symptome wird empfohlen.


Warum Impfen?

Geimpft wurde in der Anfangszeit mit Lebendimpfstoffen aus dem abgeschwächten  CAV-1 Virus. Jedoch erkannte man, dass dies in vielen Fällen zum blue-eye-Syndrom kommt - eine bläuliche Trübung der Hornhaut im Auge.

Somit wurde umgestellt, der Impfstoff besteht nun aus abgeschwächten CAV-2 Lebendviren. Aufgrund der Kreuzimmunität sollen diese sowohl gegen CAV-1 als auch CAV-2 immunisieren.


In der Umfrage der CHC wurde jedoch aufgedeckt, dass 63,6% aller Hunde die an Hepatitis erkrankten, dagegen geimpft waren. Auf vielen Seiten wird damit geworben, dass das gute Impfmanagment dazu Sorge getragen hat, dass Hepatitis nur noch selten auftritt. Wenn jedoch mehr als die Hälfte aller geimpften Hunde daran erkranken so sollte doch die Wirksamkeit hinterfragt werden.


Alternative Behandlung

Die hier gemachten Angaben sind Ergebnis meiner Recherche. Sie sind nicht dazu gedacht in Eigenrechie zu therapieren bzw zu behandeln. Erkrankte Tiere sollten immer einem ausgebildeten THP oder Tierarzt vorgestellt und die Behandlung abgestimmt werden.

Angaben ohne Gewähr!

  • Infusionen
  • ggf. Fastentag
  • warme Bauchumschläge
  • Unterstützung der Leber
  • Immunsystemstärkung