Borreliose

Viele Hundebesitzer ärgern sich jedes Jahr aufs Neue über die Zeckenplage die sie nach den Spaziergängen von Ihren Hunden sammeln. Die Angst, dass die Zecken ihre Hunde krank machen ist auch heute noch recht groß - aber unbegründet.
Es gibt sehr viele natürliche Methoden um die Zecken vom Hund fern zu halten, mehr darüber findet ihr hier.

 

Zwei Erreger sorgen in Mitteleuropa für die größte Furcht: Die durch Borrelien (Bakterien) hervorgerufene Lyme-Borreliose und die virusinduzierte "Frühsommer-Meningoenzephalitis" (FSME) - eine Form der Hirnhautentzündung.

 

Symptome

- "Wanderröte", vergrößernde Rötung von der Bissstelle, bei Hunden nur in Ausnahmefällen

- Schmerzen in Muskeln, Sehnen und Knochen

- Nierenerkrankung

- neurologische Störungen

- Lähmungen

- Fieber

 

Lyme-Borreliose bei Tieren

- Infektion häufig, Erkrankung selten - da i.d.R. eine natürliche Resistenz vorliegt

- viele positive Diagnosen sind Fehldiagnosen

- Rehwild trägt oft Massen von Zecken, eine Erkrankung wurde nie beobachtet

- ca. 90% aller Hunde tragen Borrelien-Antikörper insich

- nur ein sehr kleiner Anteil der infizierten Hunde erkrankt (<0,1%)

 

In Deutschland sind ca 20-30% aller Zecken der Art "Gemeiner Holzbock" Träger von Borrelien, mit starken regionalen Schwankungen. Diese gelangen 16-24 Stunden nach dem Beginn des Saugens in den Wirt. Bei Wildtieren geht man von einer vollständigen Resistenz gegenüber der Krankheit aus. Durch die Domestikation ist diese Borreliose-Resistenz bei unseren haustieren teilweise verloren gegangen - verlässliche Daten über diese Resistenz bei verschiedenen Hunderassen gibt es jedoch nicht. Sicher ist nur, dass Tiere die häufig in Kontakt mit Zecken treten, Antikörper besitzen und somit nicht erkranken.

 

Beim Menschen geht man übrigens davon aus das nur 0,1 bis max. 1,5% der Zeckenbisse zu einer Erkrankung führen.

In "zeckenverseuchten" Regionen tragen bis 90% der untersuchten Hunde Borrelien-Antikörper (wovon die wenigsten erkranken). Es ist anzunehmen, dass die Zahl der Resistenz unter Hunden sogar weit größer ist als bei Menschen.

 


Erreger und ihre Häufigkeit bei Zecken in Deutschland

Borrelia burgdorferi sensu lato*, weit verbreitete Spezies:
1. B. afzelii (30-50%)

2. B. garinii (20-40%)


nur regional vorkommend:

1. B. valaisiana (ca. 13%)

2. B. burgdorferi sensu stricto* (<10%)

3. B. lusitaniae

4. B. spielmani

In den USA nur B. burgdorferi sensu stricto vorkommend, in der BRD teilweise fehlend.

*sensu lato = im weiteren Sinne,sensu stricto = im engeren Sinne


Schutzimpfung sinnvoll?

In Deutschland existieren mehrere nah verwandte Erreger, mindestens 4 wurden bei erkrankten Hunden nachgewiesen. Die B. burgdorferi sensu stricto ist in den USA als einzigstes verbreitet, in Deutschland fehlen sie regional völlig oder sind nur gering vertreten. Bis 2009 gab es einen einzigen Impfstoff der jedoch eben genau diese B. burgdorferi sensu stricto gerichtet war. Er bringt keine Hilfe bei den hier am weit verbreiteten Erregerarten. Seit 2010 gibt es einen neuen Impfstoff der die hier vorkommenden Borrelienarten B. afzelii und garinii abdeckt.


Die hier erhältlichen Impfstoffe sind Vollerreger-Impfungen. Solche Impfstoffe bestehen aus abgetöteten Bakterien und damit aus praktisch allen Bestandteilen dieser Baktieren. Von solchen Impfstoffen (die früher auch in der Humanmedizin verwendet wurden) ist eine schlechte Verträglichkeit bekannt. Die Symptome der Borreliose beruhen nicht auf dem direkten Bakterieneinfluss, sondern sind auf Immunreaktionen des Wirtes gegen die Borrelien zurückzuführe.
Es gibt Fälle in denen die Hunde nur Stunden nach der Impfung schwer erkrankten. Einen Beweis dafür, dass diese auf der  Impfung gründen, sind schwer zu erbringen. Es ist also durchaus möglich, dass die Symptome auf eine Autoimmunreaktion zurückzuführen sind.

Hunde die viel im Freien unterwecks sind und somit häufig Zeckenkontakt haben, sind meist schon in den Kontakt mit den Borrelien gekommen und somit natürlich geschützt.



-> bedenkt man nun jedoch die sehr hohe natürliche Resistenz der Hunde gegen die Borrelienerreger  und wiegt diese mit den Risiken der Zusätze in Impfstoffen ab so ergibt sich keine Notwendigkeit der Impfung!