Achtung Katzenhalter!

Sehr oft lese ich davon, dass Mittel die erfolgreich beim
Hund angewandt wurden auch ohne weitere Recherche an Katzenhalter empfohlen wird – ein durchaus fataler Fehler. Katzen haben einen Glucuronyltransferase-Mangel, der einer Katze das Leben kosten kann. Glucuronyltransferase ist ein Enzym der Leber, und überträgt zwei Glucuronylreste auf die beiden Carboxylgruppen des Bilirubins. Ziel dessen ist es, schädliche Stoffe im Körper abzubauen.

 

Ein Mangel der UDP- Glucuronyltransferase führt dazu, dass Schadstoffe und Toxine nur sehr langsam vom Körper abgebaut werden. Bei einer Kontaminierung über einen längeren Zeitraum kann es demzufolge zu Vergiftungserscheinungen und ggf. zum Tod führen. Katzen sind also mit besonderer Vorsicht zu behandeln – im besten Falle sollte man versuchen auf Medikamente und Toxine zu verzichten. Auch bei den alternativen Möglichkeiten der Parasitenbekämpfung muss Obacht gegeben werden, viele Gewürze enthalten Terpene.


Terpene sind Pflanzengiftstoffe die – genauso wie Medikamente – eine Überbelastung der Leber und eine Vergiftung mit sich bringen können. Näheres dazu in den einzeln aufgeführten Mitteln.

Allgemein gilt: Es gibt zahlreiche giftige Pflanzen mit Substanzen, die nur für Tiere wie z.B. Hunde, Katzen oder Pferde mit (tödlichen) Vergiftungen verbunden sind oder deren
Pflanzengifte bei Tieren eine größere Vergiftung bewirken als beim Menschen.

 

Im allgemeinen sind Terpene in einem Großteil von Ätherischen Ölen zu finden, auch in Gewürzen und Kräutern sind sie enthalten und sorgen dort für einen unverwechselbaren Geruch oder Geschmack.
Sie sollten sich jedoch immer folgendes im Kopf behalten:


„better safe than sorry“


Hunde und Pferde haben diesen Enzymmangel übrigens nicht.

Nähere Informationen zum Thema findet ihr hier.